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Archiv für Juli 2014

Ein bisschen Hintergrund

Es gibt ja Zeiten, in denen ich so richtig produktiv bin. Morgens auf dem Bett springe, den PC hochfahre und anfange, am Comic zu arbeiten. OK, es gibt auch die anderen Zeiten, in denen nichts läuft, aber über die müssen wir jetzt nicht reden…

Die produktiven Zeiten also. In denen schaffe ich manchmal auch was, das über den eigentlichen Comic hinausgeht. Ein solches kleines Projekt-im-Projekt ist Sol-Ency, die „Enzyklopädie der Solaren Union“. Diejenigen von Euch, die eine gedruckte Ausgabe ihr Eigen nennen, erinnern sich vielleicht an die einseitigen Artikel über die Aashwaasaan und Epsilon Eridani. Die Idee dahinter, eine kleines gefaktes Wikipedia aufzubauen, das Hintergrund-Infos zur Geschichte liefert, hat sich in meinem Hinterkopf festgesetzt.

Warum? Ich fand es schon immer toll, wenn Geschichten nicht nur im luftleeren Raum stehen, sondern in einen Hintergrund eingebettet sind, und als Ganzes ein vollständiges und konsistentes Story-Universum bilden. Vorreiter für diese Art von Geschichtenerzählen ist mal wieder Tolkiens Mittelerde, aber auch in Star Wars, Star Trek und anderen beliebten Universen fand ich es immer schön, ein bisschen mehr zu erfahren, als die eigentliche Geschichte bietet.

Nun will ich mich beileibe nicht mit Tolkien oder Lucas vergleichen, aber Ihr versteht vielleicht die Idee dahinter.

Als ich die Website neulich überarbeitet habe, habe ich also eine Kategorie Sol-Ency eingeführt, eine Design für eine Intime-Enzyklopädie entworfen, und angefangen, die ersten Artikel einzustellen.

solency

Die Startseite verbirgt sich unter Facts, und am Ende dieser Site folgen 5 Kategorien mit (Stand heute) 7 Artikeln. Nicht viel, aber ein Anfang, und ich hoffe, dass ich die Hingründe nach und nach weiter aufbaue. Für die, die auch Story-Hintergründe mögen: viel Spaß beim Durchblättern!

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Review: Comic-Salon Erlangen

Es hat 2 Wochen gedauert, aber jetzt ist er endlich fertig: der Rückblick auf den Comic-Salon Erlangen. Sascha und ich haben uns aus der Provinz in die große Stadt aufgemacht, um einen Hauch der großen weiten (Comic-)Welt zu schnuppern, und um Eridani vorzustellen.  

Das Event

Zunächst ist der Comic-Salon Erlangen einfach mal groß; auf jeden Fall das größte Event seiner Art in Deutschland. Beim direkten Vergleich mit Berlin (auch wenn das vielleicht nicht ganz fair ist) sieht meine Heimatstadt ein wenig alt aus. Beim Comic-Salon sind alle namhaften Comic-Verlage und viele kleine Projekte vertreten, es gibt Ausstellungen, Diskussionen und Vorträge, unzählige Künstler signieren, etc. Auch in der Stadt Erlangen ist der Comic-Salon wahrnehmbar: an verschiedenen Stellen stehen bunte Säulen mit Werbung für verschiedene Projekte und Künstler, und Plakate habe ich auch gesehen. Die Schlange vor dem Einlass war bestimmt 50m lang, und durch den Hauptteil der Messe schieben sich tagsüber wahre Massen.

Also kurzum: Das Gefühl, bei einem echten Event dabeizusein, hat sich bei uns direkt nach der Ankunft eingestellt und führte – bei mir zumindest – zu einem dauerhaften Grinsen im Gesicht.

event  

Der Stand

Wir hatten keinen eigenständigen Eridani-Stand, sondern hatten für den Donnerstag einen Tisch bei der Comic Solidarity gemietet. Die CS ist eine Gruppe, die Webcomic-Künstler miteinander vernetzen will und die den Webcomic stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit bringen möchte.

Die 2 Initiatoren, Eve und Lukas, haben mit viel Zeit und Liebe nicht nur den Gemeinschaftsstand aufgezogen, sondern auch die ganze Konferenz ‚Webcomic im Fokus‘ (bei der ich vorgetragen haben) auf die Beine gestellt – dafür nochmal vielen Dank! Der Stand war wirklich cool, sah schick aus und bot ne Menge Platz. Leider war, wie sich herausstellte, die Lage nicht so günstig (wofür die beiden nichts konnten): am Ende eines Saales auf einem Podest, über die ganze Breite des Raums. Sah sehr professionell aus, führte aber dazu, dass es keinen Durchgangsverkehr gab und dass sich viele Besucher nicht die Stufen hochtrauten. Die Folge: es war zwischenzeitlich recht leer an den Ständen, während draußen die Massen vorbei brandeten – schade.

stand  

Die Besucher

Jünger und gemischter als in Berlin. Junge und alte Comic-Fans, Väter mit ihren Söhnen (Gender-Hinweis: Mütter mit ihren Töchtern habe ich keine gesehen 😉 ) , Cosplayer, Studies, ‚ganz normale‘ Leute, alles. Und ein paar interessante persönliche Kontakte gab’s auch – mal sehen, was daraus wird.

besucher  

Der Vortrag

Die Konferenz ‚Webcomic im Fokus‘ war eine Reihe von Vorträgen (‚Panels‘) rund um das Thema Webcomics. Arne Schulenberg und ich stellten dabei nicht nur unsere eigenen Projekte vor, sondern Arne machte einen Streifzug durch diverse nationale und internationale Fotocomic-Projekte, und ich versuchte mich an einer kleinen Klassifizierung. Der Vortrag war ganz gut besucht, wenn auch nicht überragend (was daran gelegen haben könnte, dass die Vortragsräume nicht auf dem Messegelände lagen, sondern in einem Hotel in der Nähe. Zufällig verlief sich dort keiner hin), aber ich war zufrieden (und ich hoffe, Arne auch). vortrag  

Ein kleiner Geek-Faktor für mich: Unter unserer Zuhörern waren zwei Godfathers of Webcomic, die ich sehr schätze, nämlich Johannes Kretzschmar (Beetlebum) und Daniel Lieske (Wormworld Saga) – OMG! 😉

Ich habe folgende Artikel gefunden, die über den Vortrag berichten:

Lachwitz

Splash Comics

(bei Letzterem gibt es übrigens auch einen Live-Mitschnitt des ganzen Vortrags (Eridani ab 40:00))

   

Das Fazit:

Alles in Allem: super! Schön, dabei gewesen zu sein, Leute persönlich gesehen zu haben, die ich nur online kannte, und einen Eindruck von der Vielfältigkeit und Lebendigkeit der deutschen Comic-Szene bekommen zu haben. Der Salon findet alle 2 Jahre statt, und wenn’s nach mir geht, war das nicht der letzte Besuch…

 

Mehr Bilder findet Ihr in der Galerie.

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