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Von Foren und Autor(inn)en

Long time no hear!

Das muß ich leider sagen, denn hier auf dem Eridani-Blog war lange Zeit Funkstille. Eigentlich logisch, da das Projekt ja abgeschlossen ist, aber ich hatte eigentlich vor, aus der Seite einen Autoren-Blog zu machen, da ich mich ja, einige haben es mitbekommen, seit letzten Jahr dem Schreiben meines Debüt-Romans gewidmet habe. Und darüber ist die Pflege der Site leider etwas kurz gekommen.

Aber das wird in absehbarer Zeit wieder anders werden. Fingers crossed!

Hier ein kleines Update, Eridani betreffend. Ich treibe mich in der letzten Zeit viel auf einem Schriftstellerforum herum, wo ich Monika Loerchner kennengelernt habe, eine passionierte (und sehr nette) Fantasy-Autorin.

Ihr hat das Eridani-Projekt so gut gefallen, dass sie eine kleine Interview-Reihe und eine Rezension auf ihrem Blog veröffentlicht hat. Schaut mal rein:

Rezension SciFi-Horror-Comic „Eridani“
Nicht zeichnen können, aber Comics machen – 19 Fragen an Autor Tim Wöhrle, Teil 1
Nicht zeichnen können, aber Comics machen – 19 Fragen an Autor Tim Wöhrle, Teil 2

Auch sonst ist ihr Blog definitiv einen Besuch wert und vermittelt einen spannenden Blick hinter die Kulissen einer Autorin.

Viel Spaß damit!

Final Release – die Bilder

Letzten Samstag war der große Tag, auf den Sascha und ich lange hingearbeitet haben: die Eridani Final Release Party! Es war – mit Euch, dank Euch – ein unvergesslicher Abend, an dem man nochmal zurückblicken konnte, und sogar nochmal den einen oder anderen neuen Fan gewinnen konnte.

Damit ist das Eridani-Projekt abgeschlossen – ob und wann es nochmal eine Fortsetzung findet, steht in den Sternen (höhö). Sascha konzentriert sich aufs Fotografieren und ich mich auf mein neues Projekt, von dem aber, psst, hier noch nichts verraten wird.

Hier noch ein paar Eindrücke des un vergesslichen Abends, die für sich sprechen:

Final Release Party

Wir habens geschafft!

Der Titel sagt eigentlich schon alles: nach fast 6 Jahren Arbeit, vielen tollen Erfahrungen und einigen Hürden Herausforderungen ist der vierte und letzte Band des Eridani-Projektes fertiggestellt!

Es wird bald eine Final Release-Party geben, zu der wir Euch per Rundmail einladen werden. Der vierte Band möchte ja ach noch gedruckt werden, was ein wenig dauern wird. Aber erstmal knallen bei uns die Sektkorken.

Und wir danken allen Beteiligten jetzt schon mal gang, ganz herzlich für Engagement, Kreativität und Geduld! Ihr seid/wart die Besten!

Bio/Synth 8500

Meine Kette an Dienstreisen reißt gerade nicht ab. Flensburg, Bonn, Flensburg – zwischendurch mal ein paar Tage daheim… so wird das schwierig mit den Foto-Shootings, zumal an den Wochenenden meine Liebsten Priorität genießen. Meine beste Chance, Eridani voranzubringen, ist im Moment die 3D-Modellierung der Gegenstände und Szenen, die wir noch brauchen.   Eines davon ist jetzt fertig geworden: der Bio/Synth 8500™ Eine Maschine, mit der man organische Verbindungen von Aminosäuren bis hin zu Lebewesen synthetisieren kann (Achtung Spoiler: das spielt eine Rolle bei der Bekämpfung der Seuche).   Wie sieht so eine Maschine aus?   Ich hatte erst ein ziemlich konservatives Design entworfen – irgendein Kasten, aus dem ein paar Schläuche herausschauen – war damit aber nicht so recht zufrieden. Es sollte irgendwie dynamischer werden, und nach einigem Herumprobieren bin ich schließlich auf ein Triebwerk-artiges Design gekommen.   synth2   Es sollte von innen leuchten, und die korrekte Berechnung von Streulicht ist mit blender immer eine rechenintensive Angelegenheit – auf dem Laptop kann das Rendering in halbwegs guter Qualität schon mal 2 oder mehr Stunden dauern. Deshalb mache ich in solchen Fällen Vorschaubilder in mieser Qualität, die zwar arg verrauscht sind, aber einen Eindruck der Lichtverteilung geben.   reul1   Die Texturen machen natürlich auch noch eine Menge aus, und im Post Processing kommt noch der Glow obendrauf. So sieht dann ein fertiges 2-Stunden-Render-Bild aus:   result6_s   Und wenn Ihr mich jetzt fragt, was das Ding denn nun jetzt nun genau macht und wie es funktioniert: hey, ich bin kein Ingenieur! Schon gar nicht für Bio-Synthesizer.   result7

Storyboarding – immer wenn’s dramatisch wird

Bei der Erarbeitung des Comics haben wir ja schon mehrfach festgestellt, dass man die Foto-Shootings ein Stück weit auch ohne detailliertes Skript durchführen kann. Es genügt in der Regel, grob zu wissen, welche Szene wir gerade schießen, und was in etwa darin vorkommt. Der Rest ist Improvisation und Variation (‚probier jetzt nochmal *das* aus‘). Für actionreiche Szenen genügt das nicht, da muss jede Einstellung sitzen, um eine glaubhafte und logische Performance mit dramatischen Bildern hinzubekommen.

 

Deshalb haben wir schon mehrmals mit der Technik der Foto-Storyboards gearbeitet. Ist immer etwas mehr Aufwand, lohnt sich aber.

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Jetzt war es mal wieder soweit. Die wichtigsten Einstellungen für die dramatischen und actionreichen Szenen von Band 4 sind im Kasten. Wie man sieht, haben wir bei diesen Shootings immer besonders viel Freude.

IMG_8116 Um nicht zu viel von der Handlung zu spoilern, haben wir aber lieber die Namen unkenntlich gemacht 🙂 IMG_8044 Und auch wenn es nicht so aussieht: die Bilder gehören zu zwei unterschiedlichen Szenen.

Face/Off

Neulich habe ich ja erzählt, wie wir Arne nachträglich einen Bart verpassen. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter: einer unserer Darsteller verliert sein Gesicht.

face1

Wir haben ja schon eine ganze Reihe an Darstellern, aber was man in einer lebendigen Geschichte trotzdem immer mal wieder braucht, sind Komparsen – Gesichter im Hintergrund, die nicht viel zur Handlung beisteuern, aber die mit dabei sind und die Szene lebendig machen. Jedes Gesicht im Hintergrund durch einen eigenen Darsteller zu besetzen, sprengt aber unseren Rahmen. Und deshalb habe ich ein bisschen experimentiert.

face0

Dieser Herr ist ein frei verfügbares 3D-Objekt. Es gibt ihn nur als Kopf, aber das genügt für einige einfache Hintergrund-Posen. Den restlichen Körper holen wir uns aus unserem Bilder-Pool, und entfernen das Gesicht (sorry Max!).

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Kombiniert sieht das dann so aus:

face4

Und wer jetzt denkt, dass wir Max ungerecht behandeln, weil wir sein Gesicht entfernen, und nur seinen Körper behalten: keine Sorge. Er bekommt seinen Auftritt auch in vollständiger Gestalt.

Max

Déjà-vus sind Fehler in der Matrix…

Da denkt man immer, man ist so originell.   Beim Schreiben von Eridani ist mir natürlich klar, dass ich automatisch diverse Referenzen in die Geschichte einbaue, mehr oder weniger unbewusst, auf Filme, Bücher oder Comics, die ich in der Vergangenheit mal gelesen oder gesehen habe. Das ist leider so, und ich bin nicht der Einzige, dem das so geht. Nur selten gelingt es einem Autor, das zu durchbrechen und etwas wirklich Neues zu erschaffen. So weit, so klar.   Aber ich dachte, wenigstens die Location unserer Geschichte ist innovativ, wenigstens die ist nicht so abgenutzt wie andere Science-Fiction-Locations (wie z.B. der Mars). Und dann, gestern Abend auf dem Sofa:   Buch   Ich habe dieses Buch schon mal gelesen, vor ein paar Jahren, und ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, dass Epsilon Eridani dort auftaucht. Aber offenbar hat der Name einen Weg durch mein Unterbewusstsein in meine Geschichte gefunden, und mir das als Innovation verkauft.   Naja, wenigstens die Geschichte ist eine andere…  

Das Buch ist übrigens ‚Chasm City‘ von Alastair Reynolds, Teil des 4-bändigen Inhibitor-Zyklus (amazon-Link). Absolut empfehlenswert für Fans anspruchsvoller und innovativer (diesmal wirklich!) Science Fiction!    

Bastel-Workshop im Oktober

Wie in der letzten Newsletter angekündigt, wollten wir noch im September einen Bastel-Workshop für den neuen Band veranstalten. Das haben wir verfehlt, aber nur knapp: es ist Samstag, der 3.10. geworden.

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Von den vergangenen Aktionen ist soviel Bastelzeug vorhanden, dass ich eine komplette Kindergartengruppe eine Woche lang beschäftigen könnte, und ich hatte noch zusätzliches Material bestellt – Stoffe, einen Overall, einen Kittel. Wir waren also versorgt, Birgitt hat ihre Nähmaschine beigesteuert, Sascha seine Kamera-Ausrüstung, und Mascha hat uns zusätzlich bekocht und bebacken (einen ganz herzlichen Dank dafür!)

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Die Ausbeute hat sich gelohnt: – Overall im Aashwaasaan-Stil – Wissenschaftler-Montur – Kombinierbare Kleidung der Zion-Überlebenden – Augenklappe (mal wieder) – Handschellen Dann kann es ja mit den Shootings weitergehen!

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Hier findet Ihr ein paar weitere Eindrücke.

Vielen Dank an die fleißigen Teilnehmer/-innen: Mascha, Birgitt, Ollie, Sascha!

Sooo’n Bart!

Wie Ihr mitbekommen habt, war das Projekt ja eine Zeitlang im Kälteschlaf, und das letzte Shooting mit Arne, der ganz am Ende des letzten Bandes auftaucht, ist schon entsprechend lange her. Die Handlung von Band vier wird direkt an den dritten Band anschließen. Als Leser würde man also erwarten, dass sich die Figuren äußerlich nicht innerhalb weniger Minuten verändern.

Auch bei Serien, bei denen die Staffeln handlungsmäßig direkt aneinander anschließen, aber zwischen den Dreharbeiten in Wirklichkeit mehrere Monate liegen, geht man natürlich davon aus, dass die Darsteller äußerlich unverändert bleiben (eine ziemliche Herausforderung für Serien-Macher, insbesondere bei jugendlichen Darstellern).

OK, das Jugendlichen-Problem haben wir zu Glück nicht (außer bei LISA, aber dazu später mehr), aber: Arne hat inzwischen einen Bart. Und ist auch nicht bereit, den für das Projekt zu opfern. 😉

2015-09-11 Arne schräger Blick

Am Ende von Band 3 war er noch bartlos.

ende_band4

Der Bart an sich ist ja cool, und passt zum Glück auch zur Rolle (als Besatzungsmitglied der Aashwaasaan wäre das schwieriger geworden). Und zum Glück gibt’s im dritten Band ja nur wenige Bilder von ihm. Da wir den Bart also für Band vier nicht entfernen können (und wollen), müssen wir ihn in Band drei nachträglich hinzufügen.

Bart1

Beim ersten Shooting für den neuen Band hat Sascha Arnes Bart deshalb aus verschiedenen Richtungen fotografiert….

Bart2

… ich habe ihn in Photoshop freigestellt…

bart-composit

… et voilà! Zum Glück ist Band 3 noch nicht gedruckt – dann müssen wir nur bei Gelegenheit die Bilder auf der Website austauschen. Und hoffen, dass er sich den Bart nicht wieder abnimmt.