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Making of

Storyboarding – immer wenn’s dramatisch wird

Bei der Erarbeitung des Comics haben wir ja schon mehrfach festgestellt, dass man die Foto-Shootings ein Stück weit auch ohne detailliertes Skript durchführen kann. Es genügt in der Regel, grob zu wissen, welche Szene wir gerade schießen, und was in etwa darin vorkommt. Der Rest ist Improvisation und Variation (‚probier jetzt nochmal *das* aus‘). Für actionreiche Szenen genügt das nicht, da muss jede Einstellung sitzen, um eine glaubhafte und logische Performance mit dramatischen Bildern hinzubekommen.

 

Deshalb haben wir schon mehrmals mit der Technik der Foto-Storyboards gearbeitet. Ist immer etwas mehr Aufwand, lohnt sich aber.

IMG_8069

Jetzt war es mal wieder soweit. Die wichtigsten Einstellungen für die dramatischen und actionreichen Szenen von Band 4 sind im Kasten. Wie man sieht, haben wir bei diesen Shootings immer besonders viel Freude.

IMG_8116 Um nicht zu viel von der Handlung zu spoilern, haben wir aber lieber die Namen unkenntlich gemacht :-) IMG_8044 Und auch wenn es nicht so aussieht: die Bilder gehören zu zwei unterschiedlichen Szenen.

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Sooo’n Bart!

Wie Ihr mitbekommen habt, war das Projekt ja eine Zeitlang im Kälteschlaf, und das letzte Shooting mit Arne, der ganz am Ende des letzten Bandes auftaucht, ist schon entsprechend lange her. Die Handlung von Band vier wird direkt an den dritten Band anschließen. Als Leser würde man also erwarten, dass sich die Figuren äußerlich nicht innerhalb weniger Minuten verändern.

Auch bei Serien, bei denen die Staffeln handlungsmäßig direkt aneinander anschließen, aber zwischen den Dreharbeiten in Wirklichkeit mehrere Monate liegen, geht man natürlich davon aus, dass die Darsteller äußerlich unverändert bleiben (eine ziemliche Herausforderung für Serien-Macher, insbesondere bei jugendlichen Darstellern).

OK, das Jugendlichen-Problem haben wir zu Glück nicht (außer bei LISA, aber dazu später mehr), aber: Arne hat inzwischen einen Bart. Und ist auch nicht bereit, den für das Projekt zu opfern. 😉

2015-09-11 Arne schräger Blick

Am Ende von Band 3 war er noch bartlos.

ende_band4

Der Bart an sich ist ja cool, und passt zum Glück auch zur Rolle (als Besatzungsmitglied der Aashwaasaan wäre das schwieriger geworden). Und zum Glück gibt’s im dritten Band ja nur wenige Bilder von ihm. Da wir den Bart also für Band vier nicht entfernen können (und wollen), müssen wir ihn in Band drei nachträglich hinzufügen.

Bart1

Beim ersten Shooting für den neuen Band hat Sascha Arnes Bart deshalb aus verschiedenen Richtungen fotografiert….

Bart2

… ich habe ihn in Photoshop freigestellt…

bart-composit

… et voilà! Zum Glück ist Band 3 noch nicht gedruckt – dann müssen wir nur bei Gelegenheit die Bilder auf der Website austauschen. Und hoffen, dass er sich den Bart nicht wieder abnimmt.

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3D-Modellierung: Buggy-Innenraum

Für den vierten Band brauchen wir einige Locations, für die ich in meinem bestehenden Bilderpool nichts passendes gefunden habe. Zur Erinnerung: ich verwende als Rohmaterial Screenshots aus Computerspielen, vor Allem Mass Effect 2. Im Laufe der Zeit habe ich meine Skills mit 3D-Modellierung nach und nach verbessert, und auch wenn ich weit davon entfernt bin, mich 3D-Profi nennen zu können, werden die Ergebnisse doch besser.   Das erste 3D-Projekt für Band 4: der Innenraum eines militärischen Buggys.   Das ist er von außen: buggy   Im Inneren findet eine Dialogszene zwischen Mark, Olga und einigen Soldaten von Bucks Einheit statt; wir brauchen also nicht den ganzen Innenraum, sondern im Wesentlichen einen Sitzbereich mit Innenschleuse.   Das ist das vorläufige Modell Modell in blender: Buggy-Innenraum Ich habe das erste Mal konsequent den Array-Modifier von blender eingesetzt, um wiederkehrende Strukturen (Sitze, Griffe etc.) zu erzeugen.     Und das ist das erste Rendering (noch ohne Texturen): Innenraum-prerender Mit Texturierung und ein paar Detail-Verbesserungen sieht das Ergebnis so aus: Innenraum-render Das sieht schon garnicht so schlecht aus, und die Renderzeiten liegen mit ca 15 min pro Bild im Rahmen (das hängt von Lichtquellen, Spiegelungen, Geometrie und Vielem mehr ab. Renderzeiten von mehreren Stunden pro Bild sind nichts ungewöhnliches)

Nur die beiden Metallröhren rechts sind noch ziemlich rudimentär, aber für heute lasse ich es gut sein, und nehme mir das beim nächsten Mal vor.

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Making of Shooting und Composing

Der Sascha ist ja mit Eridani bei Weitem nicht ausgelastet, sondern arbeitet seit einiger Zeit verstärkt an Fotografie und digitaler Nachbearbeitung bzw. fortgeschrittenem Composing.

Shooting Als neuestes Projekt hat er ein Video-Tutorial erarbeitet, in dem er alle Schritte von der Planung über das Shooting bis zum fertigen Bild (im Sin City-Stil!) erläutert.

Ergebnis

Wer immer schon mal wissen wollte, wie so etwas funktioniert, und dem Meister über die Schulter blicken möchte, der sollte unbedingt reinschauen!

http://www.bragulla.com/making-of/

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Crowd replication

Wer von Euch mit der Produktion von (low budget-)Filmen zu tun hat, kennt das vielleicht: Man braucht eine Szene mit vielen Darstellern, hat aber weder ausreichend Geld noch Ressourcen dafür, eine Masse von Statisten vor die Kamera zu bekommen. Verschärfend kommt hinzu, wenn man einen Film produziert, der Kostümierung erfordert. Mit dem Problem sah sich z.B.: schon Stanley Kubrick bei der Produktion von Spartakus konfrontiert.

Eine Technik, die schon im prä-digitalen Zeitalter entwickelt wurde, und die auch heute mitunter noch eingesetzt wird: Crowd Replication. Man nimmt eine kleine Menge von Darstellern (so viele, wie man in die Finger bekommt), platziert sie an verschiedenen Stellen, nimmt das mehrfach auf, und kombiniert die Einzelbilder anschließend zu einer Gesamtszene.

Für Eridani habe ich beim Ende von Band 3 etwas Ähnliches gemacht. Aber nicht mit realen Darstellern, sondern mit den virtuellen ‚Komparsen‘ von Skyrim. Skyrim hat eine ziemlich mächtige Konsolensteuerung, die es einem erlaubt, Gegenstände und Charaktere zu platzieren und ihr Verhalten zu steuern. Und da einige von ihnen düster genug für unsere Eridani-Versuchten aussehen, habe ich eine Crowd Replication der anderen Art versucht: 50 böse Magier und Waldläufer, friedlich vereint vor einem Tempeleingang.

crowd 1

Für die Nahaufnahmen nehmen wir natürlich weiter unsere menschlichen Darsteller, aber für Hintergründe und Totalen sind die Ergebnisse nicht schlecht. Das Arrangement meiner ‚Darsteller‘ war etwas frickelig, da sie die Angewohnheit haben, wegzulaufen oder sich gegenseitig anzugreifen :-) Aber jetzt steht die Meute, sieht schick aus, und läßt sich geduldig shooten.

crowd 2

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Geschoss-Design

Man muß ja nicht nur die großen Dinge entwerfen, sondern auch die kleinen. In diesem Fall: Energie-Geschosse. Ich habe mir mal eine Geschoss-Vorlage gebastelt, die ich in verschiedenen Farben schon mehrmals verwendet habe, aber damit nicht alle Geschosse immer gleich aussehen, war mal was Neues fällig. Etwas, das nicht in die Kategorie ‚Energiestrahl‘, sondern eher ‚Energiekugel‘ fällt.

photoshop

Zur Abwechslung ist das Geschoss mal wieder eine reine 2D-Konstruktion in Photoshop: 2 Ellipsen, verschiedene Effektfilter, und der Wischfinger für mehr Bewegungsdynamik und verschiedene Varianten. Ich finde, das Ergebnis sieht nicht so schlecht aus, wenn man den überschaubaren Arbeitsaufwand berücksichtigt. Auf jeden Fall das perfekte Geschoss für den Energiewerfer der Faust!

Werfer

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Aashwaasaan 2.1

Ja, ich weiß, ich weiß – ich müsste mich eigentlich noch mehr um das Fortkommen der Story kümmern und an den Kapiteln von Band 3 weiter arbeiten…  

Das mach ich ja auch – trotzdem kann ich’s mir nicht verkneifen, weiter am 3D-Modell der Aashwaasaan zu feilen. Einfach weil es einen höllischen Spaß macht, ich mich mit Blender immer mehr anfreunde, und man immer noch neckische Details entdeckt, die man verbessern kann. Und weil die Ergebnisse einfach so schön aussehen! :)  

Gestern hab ich mir die Nachtstunden halbwegs um die Ohren geschlagen, und die Aashwaasaan mit einem ordentlichen Wappen versehen. Dass ich mich dabei von der Enterprise habe inspirieren lassen, ist wahrscheinlich kein Zufall, aber ich konnt’s mir trotzdem nicht verkneifen…  

logo_neu

 

In Band 1 sah das noch etwas schlichter aus:

 

logo_alt

 

Außerdem habe ich der Brücke etwas (scheinbares) Innenleben verpasst:   logo_vorn

 

So, jetzt aber endlich zurück zur Story! Für die unverbesserlichen SciFi-Fans hier nochmal die Bilder in ihrer ganzen Schönheit:  

Aashwaasaan seitlich

 

Aashwaasaan Frontal

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3, 2, 1 – Aashwaasaan, meins!

Obwohl die Story ja größtenteils innen spielt, braucht’s immer mal wieder ein paar Außenaufnahmen – natürlich auch von der Aashwaasaan. Und da hatte ich ein Problem: von der Aashwaasaan hatte ich nur ca. ein Dutzend frei verfügbare Bilder, zudem noch in schlechter Auflösung, die ich verwenden konnte.

 

Bei anderen Raumfahrzeugen, die nur kurz auftauchen, geht das noch, aber bei dem Schiff, das sich durch die ganze Handlung zieht, ist es nicht schön, wenn man es in den immer selben Blickwinkeln sieht. Ich habe nach langem Überlegen in den sauren Apfel gebissen und mir letzte Woche das 3D-Modell angeschafft (angeboten vom großartigen 3D-artist Stefano Tartarotti) .

aashwaasaan blender Mit blender, dem freeware-Rendering-Programm, mit dem ich bereits die Brücke von Band 4 modelliert habe, kann ich das Modell jetzt aufpeppen und in beliebigen Szenen verarbeiten. Nach dem Einarbeiten und Herumspielen hab ich angefangen, dem guten Stück Fenster und coole Lichteffekte zu verpassen, und mich einige Tage im Basteleifer verloren. Dafür sieht das (vorläufige) gerenderte Ergebnis auch ganz schick aus:

aashwaasaan light Also: wenn Ihr in den künftigen Bänden wieder ein Bild der Aashwaasaan seht: diesmal ist es *mein* Schiff! :)

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Mehrschichten-Comicisierung

Nach den beiden Shootings im Januar hab ich ja erstmal genug Bastelmaterial für ein paar Szenen. Dabei sind auch auch 2 actionreichere Sequenzen, und die stellen etwas höhere Anforderungen als Dialog-Szenen – u.A. auch bei der Bildgestaltung.

 

Eine Methode, um Bildern in Comics mehr Dramatik zu geben oder Bewegung zu simulieren, sind Speed lines – eine Technik, die schon in den alten Superhelden-Zeiten entstanden ist und die im Manga-Universum weiterentwickelt wurde.   speedlines

Jeder, der Comics kennt, kennt auch Speed Lines (wenn auch vielleicht nicht so ausgeprägte wie in diesem Beispiel), selbst in naturalistisch gezeichneten Comics wie Tim & Struppi findet man sie. Ich versuche, diese Technik auch bei Eridani weiterzuentwicklen, aber Speed Lines haben eine merkwürdige Besonderheit: sie sind nicht real. Im Unterschied zu den abgebildeten Personen, Objekten und Hintergründen zeigen sie etwas, das es eigentlich ich der Szene gar nicht gibt, sondern versinnbildlichen Bewegung, Zeit oder Emotionen (zum Glück hat unser Gehirn kein großes Problem damit, diese ‚realen‘ und nicht-realen Bildinhalte auseinanderzuhalten, und es stört sich noch nicht einmal daran).

 

Für einen Comic- der auf realen Fotos und Standbildern von 3D-Objekten basiert, ist das natürlich blöd. Zum Glück gibt’s da den Bewegungs- und Radial-Filter in Photoshop, mit dem sich manche solcher Effekte ganz gut erzeugen lassen. Aufgrund unseres Workflows – erst Compositing, dann Comicisierung – ist das aber nicht immer ganz so leicht: schließlich soll – wenn man einen Effekt erzielen will wie im obigen Manga – der Hintergrund, aber nicht das Vordergrund-Objekt ge-speed-linet werden (was für ein wunderbares Wort). Die Technik, mit der ich gerade experimentiere: Mehrschichten-Comicisierung.  

Schichten

Das Bild wird in mehreren Schichten erstellt, einzeln comicisiert, dann wird der Hintergrund mit speed lines bearbeitet und alles zusammengefügt.  

Klingt kompliziert? Öhm, ja, schon. Aber zum Glück verlangt ja nicht jedes Bild eine so dramatische Überzeichnung 😉 Ich finde, das Ergebnis gewinnt dazu (oben ohne, unten mit Speed lines )

Mascha_result2

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Compositing im Detail: Quarantänestation

Bei Toonsup.com, einem Comic-Portal, wo ich Eridani auch gepostet habe, wurde ich das eine oder andere Mal nach der Technik gefragt: Wie kommen die Bilder nochmal zustande? Wie läuft das mit dem Compositing?

Als ich die Arbeiten an Band 3 im Januar angefangen habe, habe ich deswegen nebenbei die einzelnen Arbeitsschritte an dem bereits geposteten ‚Quarantäne-Stations-Bild‘ in einer Bilderserie dokumentiert. Die möchte ich Euch auch nicht vorenthalten.

Wenn es Euch auch interessiert: hier ist sie.

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