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Projekt Rüstungsbau II: wie beginnen?

Eine Rüstung aus Schaumplatten also. Diese Dinger mit einem Puzzle-Rand, die man zu großen Flächen kombinieren kann, Gibt’s auch in bunt für Kinder, aber bei eBay, amazon & co gibt’s zum Glück schwarze. Ich hatte sowas schon mal aus den Resten einer Isomatte probiert, aber das Ergebnis war nicht überzeugend. Das Isomatten-Material ist gummiartig, formstabil und will immer in seine ursprüngliche Form zurückkehren. Das Ergebnis sah so sehr nach dem Marshmallow-Mann aus, dass wir den Versuch nach dem ersten Teil abgebrochen haben.

Beine

Das Material der Bodenplatten ist anders, steifer, aber genauso formstabil. Laut Tuturial lassen sic die Teile mit Heißluft dauerhaft verformen (‚Molden‘), was aber nur bei bestimmten Kunststoffen funktioniert. Na, mal sehen!

Da ich kein Schnittmuster habe und auch keine Idee, wie ich eins am PC entwerfen sollte (dafür fehlen mir Erfahrung und das Gefühl für die menschliche Anatomie), habe ich mich entschieden, Prototypen aus Pappe zu bauen. An den Prototypen wird solange herumgeschnippelt, bis sie passen (und cool aussehen), und dann sollen sie als Schnittschablone für die Fertigung der echten Teile verwendet werden.

Ich fange mit was Einfachem an: die Gesichtsmaske. Als Träger dient eine JasonEishockey-Maske, spottbillig im Kostümversand zu haben.

Gesichtsmaske

Die Papp-Vorlage ist ziemlich schnell entworfen und besteht nur aus einem Stück.

Schablone

Das Molden mit einem Heißluftgebläse braucht seine Zeit und mehrere energische Formversuche, da das Material ziemlich zäh ist, aber irgendwann kommt es in seine neue Form und bleibt auch da.

Molden

Mit der Heißklebe-Pistole lässt sich das teil problemlos auf der Maske befestigen; das Ganze hat (ungewollt) einen gewissen ‚Kreuzritter‘-Look angenommen, der mir aber ganz gut gefällt.

Maske gekelbt

Mit Heißkleber und Moosgummi-Streifen lassen sich problemlos ein paar Applikationen aufbringen, und das ganze läuft so gut, dass ich mir gleich noch die Unterarm-Schienen vornehme. Um dem ganzen einen ‚echteren‘ Look zu geben, werden die Teile anschließend mit einer dünnen Schicht mattschwarz und mattsilber lackiert. Da ich beim Basteln langsam richtig in Fahrt komme, wird auch gleich noch ein selten benutzter Skater-Helm zum Scout-Helm umgearbeitet und lackiert.

Lackieren

Das war ziemlich ergiebig und seehr befriedigend; im nächsten Teil kommt mit der Oberkörper-Rüstung ein anspruchsvolleres Teil an die Reihe.

2 Kommentare zu „Projekt Rüstungsbau II: wie beginnen?“

  • Petra:

    Na, da habt Ihr Euch ja vorgenommen. Mein lieber Schwan. Ich wünsche auf jeden viel Glück – wenn ich nicht an der Küste wäre, würde ich glatt mal zum Basteln vorbeikommen 😉

  • Milkman:

    wow, der Anfang sieht ja schon mal cool aus! Viel Erfolg!
    Kennt ihr eig. dieses Bauprojekt, wo jemand den iron man – Anzuag nachbaut? Sehr profesionell. könnte man sich da nicht dran anlehnen?

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